KYOTO.KÖLN arc

KYOTOPLATZ

Ein kleiner dreieckiger Platz in der Kölner Innen-stadt: Räumlich definiert durch die Straßen Gereonswall, Gereonsmühlengasse und Kyotostraße. Seit 1972 Heimat eines von der Partnerstadt Kyoto geschenkten Denkmals. Es symbolisiert in der Abbildung eines traditionell japanischen Brückenelementes die freundschaftliche Verbundenheit der beiden Städte. Hohe Bäume und Sitzelemente aus Waschbeton aus den sechziger Jahren geben dem noch namenlosen Platz räumlichen Halt und Aufenthaltsqualität. Im Zusammenhang mit dem kuratorischen Projekt KYOTO.KÖLN und des bevorstehenden städtepartnerschaftlichen Jubiläums wurde die Idee aufgegriffen, diesem kleinen Platz durch eine behutsame Umgestaltung und passende Namensgebung mehr Charakter und Identität zu verleihen. Ihn zu einem Platz zu machen, der wahrgenommen wird und zum Verweilen einlädt.

In Arbeitsgesprächen mit den Projektpartnern Schilling Architekten wurden Möglichkeiten diskutiert und Vertreter der Stadt zu Ortsterminen eingeladen, darunter die Schirmherren des Projektes KYOTO.KÖLN Bürgermeisterin Angela Spizig und Kazuaki Tezuka, Direktor des Japanischen Kulturinstituts/The Japan Foundation. Dabei waren auch Lydia Klütsch als Vertreterin des Internationalen Büros der Stadt Köln für Kyoto, Michiko und Karl-Heinz Meid als Vertreter der Deutsch-Japanischen Gesellschaft Köln und der Bürgermeister des Bezirks Innenstadt, Andreas Hupke. Im September 2011 wurden bei einem weiteren Ortsterminen mit Vertretern aller Fraktionen der Bezirksvertretung Innenstadt der Entwurfs zur Umgestaltung des Platzes und das Ausstellungskonzept KYOTO.KÖLN durch Johannes Schilling, Ulrike Schilling und Desislava Eick vorgestellt.

Die Entwürfe beinhalten städtebaulich die Abgrenzung des Platzes zur Kyotostraße mit einer lichten Bambusbepflanzung und inhaltlich die Benennung des Platzes als „KYOTOPLATZ“ sowie das jährlich stattfindende Ausstellungsprojekt von KYOTO.KÖLN. Die Initiative setzte sich ein Realisierung zum 50-jährigen Jubiläum der Städtepartnerschaft im Jahr 2013 zum Ziel. Als gemeinsamer Wunsch aller Beteiligten wurde formuliert, den Platz in einem offiziellen Festakt und in Anwesenheit einer Gastdelegation aus Japan, Kyoto zu widmen.

Im April 2012 wurde zunächst das KYOTO.KÖLN Programm mit der Auftaktveranstaltung „Residency und Ausstellung Soshi Matsunobe, SCHEMA“ festlich eröffnet. Dies bot zugleich Gelegenheit, die Bürgerinitiative zur Benennung des Kyotoplatzes und die Entwürfe zur Umgestaltung einem breiten Publikum vorzustellen. Die überaus zahlreichen Besucher lauschten den Reden von Bürgermeisterin Angela Spizig, Stadt Köln, Kenji Matsumoto, Japanisches Kulturinstitut/The Japan Foundation und Desislava Eick, KYOTO.KÖLN Projekt, die die Initiative vorstellten und zur Unterzeichnung des Bürgerantrags einluden. Der Bürgerantrag zur Namensgebung KYOTOPLATZ wurde dem Bezirksamt Innenstadt im Oktober 2012 vorgelegt. Im März 2013 war das behördliche Verfahren abgeschlossen. Der Beschluss zur Bennung KYOTOPLATZ erfolgte einstimmig.

Im Rahmen der Feierlichkeiten zum 50-jährigen Jubiläum der Städtepartnerschaft zwischen Köln und Kyoto, wird die Stadt Köln im Juni 2013, den kleinen Platz gemeinsam mit einer offiziellen Delegation aus Kyoto und dessen Oberbürgermeister Daisaku Kadokawa als KYOTOPLATZ einweihen.