KYOTO.KÖLN arc

Der kleine dreieckige Platz vor der Stadtmauer am Gereonswall wurde in den 60er Jahren beim Bau der Nord-Süd Fahrt an der Südkante aufgebrochen um eine Verbindung stadtauswärts zum Kümpchenshof zu schaffen. (s. Anhang Plan Stübben, Luftbilder aus der Nachkriegszeit)

Den neuen Strassenzug Kyotostrasse begleitend wurde der nun an einer Seite offene Platz mit zeittypischen Waschbetonelementen möbliert. Auch an der Kante zum Klingelpützpark finden sich verwandte Elemente von vergleichbar hoher Qualität.

1972 wurde auf dem namenlosen Platz als Geschenk der Partnerstadt Kyoto ein Denkmal eingeweiht. Es symbolisiert die freundschaftliche Verbundenheit der beiden Städte in Anlehnung an ein traditionell japanisches Brückendetail.

5 Bäume geben dem Platz räumlichen Halt und Aufenthaltsqualität. Es handelt sich um drei Ahornbäume, eine Esche und eine stark
geschädigte Catalpa.

Leider ist die hier 5-spurige Nord-Süd-Fahrt so dominant, dass der an sich sehr liebenswürdige Platz nur schlecht zur Geltung kommen kann.

Mit einer Rauminstallation anlässlich der Plan 2002 haben wir den Versuch unternommen, diese Schwäche temporär mit einem textilen
Wandschirm von ca. 24m Länge an der Südseite zu beheben. Ausserdem wurde die Fläche von roten Scheinwerfern beleuchtet und
die Litfasssäule einbezogen. So konnte der Bereich für ein paar Tage in seiner eigenständigen Qualität erfahrbar werden.

Eine dauerhafte Abschirmung der Platzfläche könnte durch eine Abpflanzung erreicht werden. Thematisch orientiert an Kyoto wäre eine
lichte Bambusreihe denkbar, die ganzjährig grün den Blick beiderseits fängt und durch ihre freundliche Anmutung der Situation einen positiven Impuls geben könnte.

Das im Jahr 2013 anstehende 50 jährige Jubiläum der Städtepartnerschaft mit Kyoto würde einen guten Anlass bieten, sich hier
der Verbesserung des öffentlichen Raumes anzunehmen.