KYOTO.KÖLN arc

BISHERIGER STAND UND ZUKUNFTSVISION
Neben der Benennung zum KYOTOPLATZ als Zeichen der freundschaftlichen Verbundenheit zur Partnerstadt Kyoto und als identitätsstiftende Maßnahme ist eine sensible Umgestaltung des innerstädtischen Platzes angestrebtes Ziel der Kölner Bürgerinitiative.
Grundgedanke des bisherigen Engagements ist wie bei der Benennung auch in der Gestaltung die thematische Widmung und der Bezug zur japanischen Partnerstadt und damit zum asiatischen Kulturraum und dessen Ästhetik. Weitere wichtige Ausgangspunkte für Gestaltungsentwürfe bilden die historische Entstehung und die räumlichen Gegebenheiten des Platzes.
In Zusammenhang mit dem Bau der Nord-Süd-Fahrt in den sechziger Jahren und der Notwendigkeit, eine Verbindung stadtauswärts zu schaffen, wurde der Platz an der Südkante aufgebrochen, an der nun die Kyotostraße vorbei führt. Diese ist mit ihren fünf Spuren visuell und akustisch so dominant, dass der an sich sehr liebenswürdige Platz nur schlecht zur Geltung kommt. Bereits 2002 wurde hier von den Projektpartnern Schilling Architekten anlässlich des Festivals plan
2002 eine Rauminstallation entwickelt. „ (...) haben wir den Versuch unternommen, diese Schwächen temporär mit einem textilen Wandschirm von ca. 24m Länge an der Südseite zu beheben. Außerdem wurde die Fläche von roten Scheinwerfern beleuchtet und die Litfaßsäule einbezogen. So konnte der Bereich für ein paar Tage in seiner eigenständigen Qualität erfahrbar werden.“ (Zitat: Entwurf KYOTO in KÖLN, Schilling Architekten, 2011)
Als Beitrag zur Bürgerinitiative legte das Architekturbüro Schilling im September 2011 einen ersten Entwurf zur möglichen Umgestaltung des Platzes vor, der die angesprochenen Punkte aufnimmt und Lösungsansätze anbietet.

Zitat aus dem Entwurf: „Eine dauerhafte Abschirmung der Platzfläche könnte durch eine Abpflanzung erreicht werden. Thematisch orientiert an Kyoto wäre eine lichte Bambusreihe denkbar, die, ganzjährig grün, den Blick beiderseits fängt und durch ihre freundliche Anmutung der Situation einen positiven Impuls geben könnte.“
Dem ist hinzuzufügen, dass der Bambus neben den genannten Aspekten einen sehr hohen symbolischen Wert besitzt. Er gilt als Symbol für Demut, Stärke und Langlebigkeit. In Japan spricht man gar von einer „Bambusmentalität“, die sich durch Flexibilität im Meistern schwieriger Situationen und die Kraft, nach Niederlagen wieder aufzustehen, auszeichnet.

Der den Vertretern der Bezirksvertretung beim Ortstermin 2011 vorgestellte Entwurf wurde bereits im Oktober 2011 zur Abstimmung gebracht und als Punkt 5.8 Platzgestaltung an der Kyotostraße Gemeinsamer Antrag aller Fraktionen AN/1792/2011 folgendermaßen beschlossen:
„Der kleine Platz an der Ecke Gereonswall/Kyotostraße soll zur Kyotostraße hin mit einer Bambusbepflanzung abgegrenzt werden, allerdings mit der Maßgabe, dass vor der Realisierung sachkundiger Rat von der Fachverwaltung eingeholt wird. Abstimmungsergebnis: Einstimmig beschlossen“
Zitat: Beschlussprotokoll über die Sitzung der Bezirksvertretung Innenstadt, 20.10.2011, Seite 5.

Zur Einweihung wird der KYOTOPLATZ von den zuständigen städtischen Behörden in einen gepflegten Zustand versetzt. Die Umgestaltung sach- und fachkundig auszuarbeiten und die notwendigen Sponsoren und Förderer zu gewinnen, sind die aktuellen Herausforderungen und Aufgaben der Initiative.